Liebe Margret,
nun scheint mir hier ein schon etwas älterer Artikel von Dir zum kommentieren gerade recht.
Ein kurzer Kommentar sagt bereits alles aus, was mir in den Sinn kommt, wenn ich Deinen Artikel lese: 'Ich kenn's...leider.' Als Tochter einer klassischen Tänzerin, deren Karriere zur Zeit meiner Geburt endete und eines Schauspielers, dessen Karriere zur Zeit meiner Geburt begann, kenne ich die von Dir geschilderte Problematik schon aus meinem Elternhaus.
Nun erwarte ich selbst ein Kind. Siebzehn Jahre Selbständigkeit musste ich darum erstmal an den Nagel hängen. Ich spüre in dieser Zeit meiner Schwangerschaft eine Art Sog gesellschaftlicher Erwartung, der mir anheim legt, doch mein berufliches Leben zu vergessen, was mich zunächst wütend machte. Nun aber sage ich mir: Was soll's? Ich habe noch nie in ein Raster gepasst. Ich bin Frau und Mutter. Niemand kann mir vorschreiben, was und wie ich sonst noch sein soll. Die Aufgabe meines Geschäfts mag eine Auszeit sein - aber ich werde sie nutzen, getreu dem Ausspruch von Herrn Nietzsche: 'Denken Sie nicht, ich weiche...ich nehme nur Anlauf.'
Ein guter Artikel, der es wert wäre, weiter dikutiert zu werden.
Viele Grüße
Mascha