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Montag, 14. August 2006

 

Illusionen...


Momente, gefangen in Licht und Schatten,
wie Grüße aus Fernen uns nah gebracht,
erstarrt ein Gesicht, das weint, das lacht.
dort Leidenschaften, die sich begatten.

Orte dem Boden entrissen, gebannt,
Festungen reicher und armer Erbauer,
Blicke durchzogen mit seligem Schauer,
Münder, in denen die Zunge verbrannt.

Papierene Zeugen gerahmt hinter Glas,
für immer und doch dem Verfall preisgegeben,
vergilbt in den Zeiten wie welkes Gras.

Wer wird sie einst deuten, wer sie noch kennen,
bleiben sie wichtig nach unserem Leben?
Die Illusionen, die heut in uns brennen?

©Margret Silvester
anlässlich einer Fotoausstellung
von Roswitha Hecke, Ostern 2004
 
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