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Die Hoffnung ist ein Regenbogen
über dem herabstürzenden Bach
des Lebens.
Friedrich Nietzsche, 1844-1900

 
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Samstag, 10. April 2010

So nah

Die Trauer um den einen Menschen ist noch nicht vergangen,
noch ist der letzte Ruheplatz nicht endgültig erreicht,
der Körper kaum erkaltet; bevor Gebein erbleicht,
bevor das Himmelsblau durch Wolken schwer verhangen

den neuen Tag uns zeigt; während wir zagen, zittern, bangen,
vernehmen wir - so frühlingswiesenfrisch und leicht -
dass etwas Neues schon beginnt. Tropfen fallen seicht
aus Blättern, die der Tau in kühlen Nächten aufgefangen.

Über Wassern wie aus Träumen fortgezogen
nicht zu greifen, kaum erspürbar erstes Ahnen
von der Kraft, die Lebensfunke heißt.

Dann bricht das Licht sich Bahn, es gleißt
der Sonne Strahl in tausendfachen Bahnen;
vom Werden kündet uns der Regenbogen.

©Margret Silvester;

 

 
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