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„Jedermann kann für die Leiden eines Freundes Mitgefühle aufbringen. Es bedarf aber eines wirklich edlen Charakters, um sich über die Erfolge eines Freundes zu freuen."

Oscar Wilde

 
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Katzenleben PDF Drucken E-Mail
Benutzer Bewertung: / 6
SchlechtSehr Gut 
Donnerstag, 3. August 2006

Manchmal.....

Manchmal möcht ich unser Kater sein,
möcht wie er ganz faul in der Sonne liegen,
schon um Sieben nach dem Abendessen schrein,
obwohl es üblich ist, es erst um Neun zu kriegen.

Den besten Platz des Sofas würde ich besetzen,
und würd gestreichelt, sooft ich selbst es mag.
Meine Krallen würd ich an den Wänden wetzen,
und strolchte durch die Gärten Tag für Tag.

Meinen Menschen würd ich manchmal Mäuse bringen.
Wenn sie recht nett sind, sicher mal ein Huhn;
man könnte mich zu keiner Arbeit zwingen,
ich hätte nichts zu tun als auszuruhn.

Wenns draußen stürmte, würde ich am Fenster sitzen
und keiner könnt mich überreden, rauszugehn.
Manchmal würd ich die letzte Wurst stiebitzen,
doch meine Menschen würden mich verstehn.

Ich brauchte morgens nicht mein warmes Bett verlassen,
wenn es mir dazu an Motiv und Lust gebricht;
ich würde manchem mit der Pfote eins verpassen,
nur - unser Kater bin ich leider nicht.

©Margret Silvester, 1990

Dieses Gedicht erschien im Lyrik-Band
"Im Zeitalter der Heuschrecke", 1990

Hier an dieser Stelle ist es heute
einmal der Katze Susi gewidmet,
die während eines langen Katzenlebens
Marion viel Liebe und Freude gegeben hat.

 
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User Comments

Ich bin Dir von Herzen dankbar für dieses wunderschöne Gedicht! Es ist so tröstlich!

Veröffentlicht von Marion Kott, An 08/04/2006 bei 19:24

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