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"Wir haben die Lande gemessen, die Naturkräfte gewogen, die Mittel der Industrie berechnet, und siehe, wir haben herausgefunden, dass diese Erde groß genug ist; dass sie jedem hinlänglichen Raum bietet, die Hütte seines Glückes darauf zu bauen; dass diese Erde uns alle anständig ernähren kann, wenn wir alle arbeiten und nicht einer auf Kosten des anderen leben will; und dass wir nicht nötig haben, die größere und ärmere Klasse an den Himmel zu verweisen." Heinrich Heine

 
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Montag, 23. Juni 2008

Schlafwächter bin ich....

Sieben Sonnen sah ich kommen
sieben sah ich wieder sterben
bis ich neben Trollforsen fiel.
zwischen Erde und Wasser
zwischen Flechte und Stein
lag ich noch einmal sieben Monde
Schlafwächter bin ich


G
ewachsen bin ich an den
Schnellen des Stroms
losgerissen aus felsigem Grund
vergessen gelegen gewartet hab ich
auf mein bestimmtes Morgen
und ließ mich finden
Schlafwächter bin ich


I
n meinem Holz bewahr ich
die silbernen Klänge des Piteälv
die Stille der Moose
neben dem Fluß
die Weisheit  des Wassers
die Wildheit der Schnellen
Schlafwächter bin ich


H
eut schmücke ich mich mit
den Federn der Vögel
bin traumleicht geworden
trage durch die Nase
den silbernen Ring
den Sichelmond zum Gefährten
Schlafwächter bin ich


T
ief aus der Erde holte ich
Jaspis, Begleiter der Träume

den Stein der leichten Glieder

trag ihn im Schlaf auf der Haut

während ich bei Dir wache

und nichts stört Deine Ruhe

Schlafwächter bin ich

©Margret Silvester, 1998



 

 

 

 

 
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