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Du wirst es nie zu Tücht'gem bringen
bei deines Grames Träumerein,
die Tränen lassen nichts gelingen:
Wer's schaffen will, muss fröhlich sein.

Wohl Keime wecken mag der Regen,
der in die Scholle niederbricht,
doch golden Korn und Erntesegen
reift nur heran bei Sonnenlicht.

Theodor Fontane *30.12.1819; †20.09.1898


 
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Montag, 20. August 2007

Die Mücke

Laue Winde wehen durch die hohen Kronen,
es ist Sommer und die Tage zauberhaft;
die Nächte sammetweich, doch voller Kraft,
sie lieben die Geschöpfe, die im Freien wohnen.

Lieder und Gespräche, die sich wirklich lohnen.
Freunde, gutes Essen, ein feiner Rebensaft;
du glaubst, du hast dein Lebensziel geschafft,
hast Menschen, die ganz nah an deiner Seite thronen.

Nichts, was da Böses sei und deine Kreise stört.
Doch was ist das? Ja, du hast recht gehört.
Ein hohes Sirren nähert sich den Ohren.

Im nahen Teiche wurde sie geboren,
so klein, so unendlich fragil, so flügelzart
und doch: sie sticht; jeden auf ihre Art.

©Margret Silvester, 20. August 2007

 
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