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Dienstag, 24. Juli 2007 |
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Die Bedrohung
Sonnenlicht fiel durch die
geöffneten Fenster und ließ den Staub, den sie mit einem Tuch aufwirbelte, wie
einen Schwarm kleinster Insekten durch das Zimmer tanzen. Es war der erste
richtige Frühlingstag in diesem Jahr. Sie lauschte und hörte ein paar Vögel in
den Bäumen vor dem Hause zwitschern. Dann und wann drang ein kleines
Kinderlachen von der Straße herauf und sie wusste, dass die Zeit der
Rollerskates und anderer Frischluft-Sportarten gekommen war.
Die Wohnung war
blitzsauber. Der Frühjahrsputz schon gelaufen, als noch letzte schmutzig-graue
Schneereste auf dem Gehweg schmolzen.
Sie mochte es, alle Arbeit
schon getan und keine Unordnung mehr um sie herum. Zum Mittagessen würde sie
ihrem Mann einen leckeren Braten servieren, den sie gestern im SUPERMARKT
erstanden und der über Nacht in einer Beize seinen Geschmack verfeinern durfte.
Ihr Mann hatte es nicht weit. Er verbrachte die Mittagspausen immer zu Hause.
Seine Arbeitsstelle lag
unweit des jenseitigen Flussufers und wenn sie sich weit genug aus dem Fenster
lehnte, war es ihr sogar möglich, sein Büro in dem Gebäude auszumachen.
Sie war stolz auf ihn. Er
hatte einen verantwortungsvollen und auch gut bezahlten Posten und manchmal,
wenn es seine Zeit erlaubt, ließ er sie an seiner Arbeit durch schillernde
Erzählungen teilhaben. Einmal durfte sie sogar an einer Werksbesichtigung mit
richtiger Führung teilnehmen. Dafür musste sie einen firmeneigenen Overall
überstreifen und eine Sichtkarte wies sie als Besucherin aus. Das Innere des
Betriebes war wirklich überaus sauber und ihr war nicht ganz klar, warum ihr
Mann in seinem Büro besondere Arbeitsbekleidung benötigte. Overall und Schuhe.
Dabei war nirgends auch nur das kleinste Staubkörnchen zu erspähen.
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