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Es sind die Phantasten,
die die Welt in Atem halten,
nicht die Erbsenzähler.
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Donnerstag, 22. März 2007

Gestern Bruno* – heute Knut
aber: Was für ein Unterscheid


Noch ist kein ganzes Jahr ins Land gegangen -
da jagte man den Bruno ins Verderben.
Erinnern wir es? Bruno musste sterben,
es war nicht vorgesehen, jemals ihn zu fangen.

Die Jäger, voller Gier und hungrigem Verlangen,
wiesen auf zwei tote Schafe, Bienenkörbe, Scherben,
und teilten sich in Sorge: Was machen Brunos Erben?
Und müssen wir nicht gar um unsere Kinder bangen?

Sie nahmen ihn aufs Korn und schossen gleich.
Er fiel; sie nahmen sich die Ohren als Trophäe,
und gingen erst zum Beichten, dann zum Saufen.

Frei von dem wilden Bären war nun das Bayernreich,
es traute sich kein Braunbär mehr in ihre Nähe.
Doch “Knut” - den feiert dieser schwarze Haufen.

*siehe auch "Der Große Bär" -> Gedichte

Der kleine Eisbär “Knut” versetzt die Gesamtheit der Deutschen in Verzückung;
während wir ihnen ihre Welt nehmen, indem wir den Nordpol abschmelzen lassen,
bejubeln wir die Nachkommen hinter Gittern und erschießen ihre Brüder, die hier noch frei leben könnten.





©Margret Silvester, 22. März 2007
 
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User Comments

Menschen...
Da sind sie ganz entzückt von Knut
und finden sich dabei mächtig gut,
derweil ihnen keineswegs bewusst,
dass sie ihm Feind mit geschwellter Brust.
Joachim

Veröffentlicht von Joachim Kügler, An 08/27/2011 bei 20:54

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Page 1 of 1 ( 1 User Comments )
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