Liebe 'Reimschwester' Margret !
Nun hattest du ja (mittlerweile) leider schon (mindestens) 2 Mal frühen, dir nahen Tod zu beklagen,
versuchtest mit einem Gedicht Unsagbares und eben auch Trost zu sagen.
Da verschwindet jedweder Disput und wird ganz winzig klein !
Denn wenn´s uns gelingt, schon im hiesigen Leben durch eine Vorhang zu gehen,
so dass wir beizeiten im Hier und Jetzt klarer das Herrliche sehen -
Das liegt nämlich vor uns zu jedweder Zeit,
im Träumen, im Wachen, wenn die Sinne bereit -
ja dann ist auch Alter und Jugend nicht von Belang,
wie´s in einem tollen Gedicht Hermann Schmieder uns 'sang':
Jugend
Die Jugend ist kein Vorbehalt der Jahre,
kein Paradies, das sich dem Greis verschließt,
Jung kann der Alte sein am Rand der Bahre,
und alt der Jüngling, den die Welt verdrießt.
Grau kann das Haar sein, jugendlich das Denken,
gebückt der Gang, lebendig Herz und Geist;
Denn Jugend ist das tägliche Versenken
in jenes Glücksgefühl, das Leben heißt.
Hermann Schmider
So bin ich ganz dem Leben und Frieden verpflichtet,
Arbeit und Genuss ist und sei dem, der da dichtet !
Joachim Kügler