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„Freundschaft erlaubt einem nicht automatisch, dem anderen unangenehme Dinge zu sagen. Je näher man einem Menschen ist, desto wichtiger werden Taktgefühl und Höflichkeit."

Oliver Wendell Holmes

 
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Fehlklänge PDF Drucken E-Mail
Benutzer Bewertung: / 9
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Montag, 27. November 2006

Fehlklänge

Es drangen leise Töne her zu meinen Ohren,
die Stimme war wie Glockenklang im Abendwind,
ich hörte sie und meine Augen wurden blind,
schon gaben meine Sinne sich verloren.

Die feine Melodie hat sie herauf beschworen,
die Bilder, die in mir seit dem gefangen sind.
Ich wähnte mich so glücklich wie ein kleines Kind,
auch, wie von einem Liebsten auserkoren.

Das Saitenspiel, es klang so meisterlich,
so zauberhaft durchwebte es die Räume;
ich sank in dieses trügerische Dich und Mich.

In dem Moment, da eine Saite sprang,
erkannte ich den Trugschluss meiner Träume;
er las die Noten nur vom Blatt zu dem Gesang.

19.11.06

©Margret Silvester

Publiziert in der Anthologie "Oliven - mattes Grün", Dorante Edition, 2009

 
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User Comments

Wie hast du mit mit deiner Traurigkeit recht,
ist je des Sängers Darstellung echt ?
Der Profi übt Mimik zu jedem Lied
und glaubt allen Ernstes, dass man´s nicht sieht.

Ich sehe es immer, ob vom Herzen was kommt,
ob das, was jemand vorträgt, ihm wirklich frommt !
Das kann hundsmiserabel mitunter klingen,
und dennoch die Seele zum Mitschwingen bringen.

Joachim Kügler

Hej, Jo, wie recht du hast - auch wenn es im Sonett natürlich um eine Täuschung im übertragenen Sinn geht. Aber wie gern lauschen wir den wohlmeinenden Klängen und geben uns einer Illusion hin, immer wieder.
Herzliche Grüße
Margret

Veröffentlicht von Joachim Kügler, An 09/12/2011 bei 00:13

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